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Start in die Saison

Wie ein Petanque-Verein den Mitgliedern viel bieten kann, macht die 1. Münchner Kugelwurfunion (1. MKWU) vor:

Der Verein richtete Anfang März sein erstes Supermelee-Turnier aus. 26 Teilnehmende kamen in den Hofgarten in München, darunter Lizenz-Spieler aus höheren Ligen und lizenzfreie Einsteiger.

In der Planung für die Saison sind regelmäßige Supermelee-Turniere am Freitag (18 Uhr) und Sonntag (14 Uhr). Im Vorjahr hatte es 39 Turniere dieses Formats gegeben.

Teilnehmen kann jeder, eine Mitgliedschaft in der 1. MKWU oder eine Lizenz ist nicht erforderlich. Mitglieder zahlen 2 Euro Startgebühr, externe Spieler 3 Euro. Zur Ausschüttung kommen 100 %.

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Aus Alters-Gründen

Nach fast 40 Jahren hat sich ein Boule-Club, etwa 20 km westlich von München, aufgelöst. Der Höhepunkt der Saison war ein Ü70-Turnier vor der Stadthalle des Ortes, zu dem auch viele auswärtige Spieler anreisten.

Gründe für die Auflösung:

  • Die meisten Mitglieder über 70
  • Vereins-Ämter nicht mehr besetzbar
  • Kein Nachwuchs in Sicht

Nicht nur dieser Club ist überaltert, auch andere Vereine könnten aus Alters-Gründen bald von der Bildfläche verschwinden.

Doch wer kann einen Generationen-Wechsel organisieren? Tradition, sportlicher Erfolg und Engagement allein reichen nicht aus, wenn demografische Realitäten ignoriert werden.

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Christian wird 75

Am 21. Juni 2023 wurde Christian Tanneur, einer der erfolgreichsten Spieler im BPV, 75 Jahre alt. Er spielt für die 1. MKWU in München, und es lässt sich fast nicht zählen, wie oft er in einem Kader des BPV oder DPV dabei war.

Gebürtig in der französischen Champagne, blieb Christian nach dem Militärdienst in Deutschland und gründete hier seine Familie. Heute zählen seine Tochter Lara Koch und Schwiegersohn Sascha Koch zur Petanque-Elite unseres Landes. Auch seine Enkelin Ella tritt in die Fußstapfen ihrer Familie.

Man trifft Christian Tanneur fast jeden Tag im Hofgarten in München. Ganz typisch das Ritual, wie er sich einspielt: Ein Haute Portee ohne Zielkugel, zwei Schuss.

Was viele an Christian Tanneur so mögen: Er hat nicht die Arroganz anderer Champions, sondern spielt auch gerne mit Einsteigern. Sogar, wenn er für sie viel Geduld aufbringen muss. Aber dann spürt man seine ehrliche Freude, wenn er ihnen zum Sieg verhilft.

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Wer gestaltet das Spiel?

Der Leger wird vielfach unterschätzt. Denn er tut ja nix Aufregendes, denn wie der Name schon sagt, er legt nur. Das ist lange nicht so spektakulär wie ein Carreau sur place oder ein Schuss für 5.

Dabei ist es der Leger, der das Spiel gestaltet. Aber unterschiedlich effektiv:

  • Ein schlechter Leger spielt an die Sau
  • Ein guter Leger spielt für den Punkt
  • Ein richtig guter Leger spielt auf Bild

Das „Bild“ bedeutet eine Anordnung der eigenen Kugeln, die mehrere Optionen für Angriff oder Verteidigung bietet:

  • Eine Kugel vor der Sau bildet ein Hindernis für den Gegner. Die eigene Mannschaft kann diese Kugel zur Sau schieben
  • Eine Kugel an der Sau bringt den Punkt, sie macht dem Gegner Druck
  • Eine Kugel hinter der Sau bringt Punkte, wenn die Sau bewegt wird und die meisten anderen Kugeln vor der Sau liegen

Wie ein Leger so richtig giftig spielt, beschreiben die Aufgaben zum Petanque Leistungsabzeichen (PLA):

  • Die Gegnerkugel kontern
  • Eine eigene Kugel zur Sau schieben
  • Ein Kugelhindernis überwinden

Wenn dieser Leger auch noch per Flachschuss so einen richtigen Flächenschaden anrichten kann, ist er die ideale Ergänzung zum ästhetischen Eisenschießer, der großen Wert auf seinen eleganten Bogen legt.

Der Leger ist auch nicht das Opfer des Schießers. Wenn eine Kugel geschossen wird, bedeutet das doch, dass sie den Punkt hatte oder zumindest gefährlich war. Sie war also gut gelegt, der Schuss ist wie ein Lob zu verstehen.

Zu den größten Herausforderungen eines Legers gehört das Duell mit dem gegnerischen Schießer. Eine Kugel wird gelegt und geschossen. Die nächste wird an die gleiche Stelle gelegt – und ebenfalls geschossen.

Das Duell kann sich über mehrere Aufnahmen hinweg ziehen. Irgendwann ist der Punkt erreicht, dass die Konzentration den Schießer verlässt – er trifft nicht mehr, der Leger hat das Duell gewonnen – und das mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Es verwundert also, dass dem Leger so wenig Ruhm zukommt. Deshalb die Anregung, auch mal den besten Spieler eines Teams „vorne“ spielen zu lassen.

 

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Frauen-Power aus dem Hofgarten

Die „München Mesdames“ mit Antje, Inge und Anja (v.l.)

„München Mesdames“ heißt eine neue Petanque-Spielgemeinschaft, in der ausschließlich Damen spielen. Zur Liga-Saison 2022 wurden die Mesdames bereits in den Bayerischen Petanque-Verband aufgenommen.

Die meisten Mitglieder der neu gegründeten Equipe haben Liga-Erfahrung. Das Training findet im Hofgarten in München statt. Dafür wird noch ein/e Trainer/in gesucht, sagten uns die Gründerinnen Anja, Antje und Inge. Auch neue Mitspielerinnen sind willkommen.

Noch wichtiger als die Trainer-Frage erscheint die Suche nach einem ganz besonderen Trikot für die Spielerinnen. In der engeren Wahl stehen der Farbton Fuchsia und die Shirts eines renommierten deutschen Mode-Labels.

 

Steckbrief: München Mesdames

Gegründet: 2021 in München

Gründerinnen: Anja, Antje, Inge

Rechtsform: Spielgemeinschaft

Mitglieder (Stand Feb/22): 11

Mitgliedschaft: Bayerischer Petanque Verband

Spielberechtigt: Bayerischer Vereinspokal, Kreisliga Südbayern

Spielgelände: Hofgarten München

Training: Samstag, 14.00 Uhr

Homepage: www.mesdames.de

 

Weitere Infos: Bayerischer Petanque-Verband

Kontakt für Trainer und Spielerinnen: Mesdames (@) gmx.de

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Neue Equipe in München

Es ist erfreulich, dass sich das Boule-Angebot in München immer weiter vergrößert, gemessen an der Zahl der Boule-Plätze und Vereine. So gibt es neue Boule-Plätze in Moosach und Garching, und hinzugekommen ist auch die Spielgemeinschaft „Petanque München“.

Hinter „Petanque München“ stehen Markus und Stefani Probst aus dem Münchner Stadtteil Neuhausen. Als Spielort ist neben dem Hofgarten und anderen Plätzen in München auch das Gelände des TSV Neuhausen-Nymphenburg in der Nähe des Schlosskanals vorgesehen.

In der Spielgemeinschaft haben sich zwölf langjährige Boule-Spieler zusammengeschlossen, die auf verbindliche Vereinsstrukturen verzichten können. Doch dem Ligabetrieb möchte man sich nicht entziehen: Vom Bayerischen Petanque Verband wurde die Spielgemeinschaft „Petanque München“ in die Kreisliga Südbayern aufgenommen.

Weitere Infos: https://www.petanque-bayern.de/vereine.html

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