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Wenn’s läuft, dann läuft’s!

Eigenes Boulodrome, Meister-Titel, Boule-Halle in Planung. Die ToyBoyz aus München haben einiges erreicht, aber noch viele Pläne.

Die Spiel-Gemeinschaft der ToyBoyz wurde 2023 von Mikel, Susher und Chi gegründet. Aus dem Freundes-Kreis in München-Milbertshofen entwickelte sich schnell eine feste Gemeinschaft mit großer Begeisterung für Pétanque. Im Hofgarten, dem Zentrum des bayerischen Pétanque, fielen die ToyBoyz schnell durch Spiel-Witz, Zusammenhalt und ihre besondere Art auf. 

Seit 2025 sind die ToyBoyz im Liga-Betrieb des Bayerischen Pétanque-Verbandes etabliert, turnier-aktiv und ein lebendiger Teil der Münchner und bayerischen Pétanque-Szene. Mikel, einer der drei Gründer, ist heute Präsident der ToyBoyz – und gleichzeitig, wie es bei den ToyBoyz heißt, das „Mädchen für alles“. 

Auch personell hat sich die Spiel-Gemeinschaft weiterentwickelt. Was ursprünglich als reine Männer-Gruppe entstand, ist inzwischen offener: Mittlerweile gehört auch eine Spielerin zum Team. 

Kurze Wege gesucht 

Statt der langen Anreise zum Hofgarten suchten die ToyBoyz einen eigenen Boule-Platz im Münchner Norden. Die Wahl fiel auf die öffentliche Sport- und Freizeit-Fläche „Lucky Star“, auf der neben dem Boulodrome auch Pickleball, Padel – sowohl indoor als auch outdoor –, Beach-Volleyball und Streetball-Basketball angeboten werden. Auch eine Beach-Bar gehört zum Gelände. 

Hier fanden die ToyBoyz schließlich den Platz, den sie sich wünschten: Mitten im Münchner Norden, gut erreichbar und eingebettet in ein vielseitiges Sport- und Freizeit-Umfeld. 

Unterstützt wird das Projekt von mehreren Sponsoren. Auch eigenes Merchandising gehört zur ToyBoyz-Welt – darunter Punkte-Zähler und Zielkugel-Markierer, teilweise als selbst entwickelte und 3D-gedruckte Varianten. 

Starke Eigenleistung 

Das Boulodrome der ToyBoyz entstand vor allem durch viel Eigen-Initiative. 

  • Die Spiel-Felder wurden von den ToyBoyz selbst hergerichtet und mit einer Begrenzung versehen
  • Auch die Beleuchtung wurde von den ToyBoyz organisiert und über eine eigene Strom-Lösung umgesetzt
  • Zum besonderen Charakter des Geländes trägt auch ein Bus bei, der auf dem Areal als Vereins-Heim der ToyBoyz genutzt wird.

Pétanque im Übergang 

Das Boulodrome der ToyBoyz liegt auf dem „Lucky Star“-Gelände in Milbertshofen an der U3 Oberwiesenfeld. Früher hatte hier das Unternehmen Knorr-Bremse seine Produktion, daraus entsteht jetzt das neue Stadt-Quartier „Das Anders“ mit Wohnungen, Büros und Freizeit-Angeboten. 

Das Boulodrome der ToyBoyz ist damit eine vorläufige Zwischen-Nutzung. In München ist es nichts Neues, dass sich große Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verändern. So betrieb die 1. Münchner Kugelwurf-Union (1. MKWU) auf dem Gelände der ehemaligen Bayern-Kaserne eine Boule-Halle, die sich riesiger Beliebtheit erfreute. 

Bei anderen Übergangs-Projekten wie dem „Sugar Mountain“ auf einem ehemaligen Siemens-Gelände in Obersendling oder dem „Pineapple Park“ in der Alten Paketpost-Halle kamen Boule-Interessen nicht zum Zuge. 

Alle wollen dabei sein

Zur Eröffnung des neuen Boulodrome veranstalteten die ToyBoyz ein Einladungs-Turnier für 16 Mannschaften aus München und der Region. Wie zu erfahren war, gab es sogar ein ziemliches Gedrängel um die Teilnahme. 

Der große Andrang auf das Boulodrome zeigt, wie gut das Angebot angenommen wird. Gleichzeitig haben die ToyBoyz jetzt die Möglichkeit, sich regelmäßig auf die eigene Mannschaft zu konzentrieren. 

Jeder zweite Donnerstag bleibt als Open Play für alle geöffnet, der jeweils andere Donnerstag gehört den ToyBoyz. So haben sie feste Zeiten, in denen sie gemeinsam trainieren, an ihrem Spiel arbeiten und sich als Mannschaft weiterentwickeln können. 

Gleichzeitig findet freitags oder samstags immer mal wieder ein Open Play für alle statt, geleitet von einem der ToyBoyz. 

Dazu Mikel, Gründungs-Mitglied und heutiger Präsident der ToyBoyz: „Wir wollen unseren Platz nicht abschotten. Ganz im Gegenteil: Pétanque lebt davon, dass man miteinander spielt, voneinander lernt und neue Leute kennenlernt. Deshalb wird es weiterhin Open-Play-Termine geben. Aber wir brauchen als Mannschaft auch Zeiten, in denen wir unter uns trainieren können.“ 

Noch einiges in Planung

Schon im zweiten Jahr in der Kreisliga Südbayern gelang den ToyBoyz der Meister-Titel und damit der Aufstieg in die Bezirks-Liga. 

Die Entwicklung der Spiel-Gemeinschaft innerhalb weniger Jahre hat sich damit deutlich beschleunigt: 2023 gegründet, zunächst als Freundes-Kreis im Münchner Norden, anschließend in der Liga aktiv und nun mit eigenem Boulodrome. 

Doch die ToyBoyz denken bereits weiter. Der eigene Platz ist für die ToyBoyz noch lange nicht das Ende der Entwicklung. Geplant ist der Bau einer Boule-Halle auf dem Lucky-Star-Gelände. Gerade für die Winter-Monate schafft eine solche Halle neue Möglichkeiten für Training, Turniere und den gesamten Pétanque-Sport im Münchner Norden. 

Präsident Mikel bringt die Einstellung der Mannschaft dabei auf den Punkt: „Es wird nicht perfekt, es wird aber geil! Toy Toy Toy – ToyBoyz!“ 

DPV-Präsident Mischa Dörhöfer (l.) im Trikot der ToyBoyz, hier mit Präsident Mikel. Mischa sagte uns: „Honore de Balzac hat über Boule- und Kugelspieler den bekannten Satz gesagt: ‚Boule-Spieler sind sowohl die friedliebendsten als auch die verrücktesten Menschen der Welt.‘ Das passt wohl auch zu diesem neuen PowerHouse in München. ToyBoyz einfach top!“

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Boule-Plätze

Rehau: Boule in Bayern ganz oben

Seit 2017 hat die oberfränkische Stadt Rehau ein öffentliches Boulodrome. Es liegt am Freibad und jedermann darf dort unentgeltlich Boule oder Petanque spielen.

Rehau (Kennzeichen REH oder HO) ist eine Kleinstadt im Dreiländereck Bayern, Sachsen und Böhmen und mit über 9.300 Einwohnern die zweitgrößte Gemeinde im Landkreis Hof. 

Als „Modellstadt Rehau“ wurde die Innenstadt nach einem verheerenden Brand von 1817 wie ein Schachbrett neu gebaut, was als Vorbild für weitere bayerische Städte diente. Das Zentrum der Stadt bilden der Maxplatz mit seinen Friedenseichen von 1871 und die Ludwigstraße mit ihren Geschäften und Restaurants.

Einst blühende Porzellanstadt, wird die Wirtschaft von Rehau heute durch die Branchen Kunststoff, Keramik und Leder geprägt. Die Stadt hat über 5.900 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, so die Bundesagentur für Arbeit 2021, davon über 4.300 Einpendler, die von außerhalb nach Rehau zur Arbeit kommen.

Hoher Freizeitwert in Hochfranken

Auf dem Boulodrome spielen auch die Mitglieder der Deutsch-Französischen Gesellschaft Rehau, die sich seit 1964 um die Förderung der deutsch-französischen Verständigung bemüht. Auf dem Platz können zwei Partien gleichzeitig gespielt werden. 

Das Boulodrome liegt am großzügig angelegten Freibad Rehau, eines der schönsten Bäder der Region. Mit üppigem Grün wie in einem Park gelegen, gibt es dort vier Schwimmbecken und einen Platz für Beachvolleyball. Am Boule-Platz liegt auch der Imbiss des Freibades. 

Am Freibad gibt’s auch einen Wohnmobilpark mit 12 Stellplätzen, zur Abfahrt Rehau-Süd der A93 sind es etwa 3 km. Der Platz kann als Ausgangspunkt für Touren ins Fichtelgebirge mit dem Kornberg oder in den Frankenwald dienen. Nahe dem Boulodrome, Freibad und Wohnmobilpark liegt auch ein moderner Supermarkt mit Bäckerei.

Weitere Infos:

www.stadt-rehau.de

www.dfg-rehau.de

 

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Vor der ersten Kugel: Die Vorbereitung 

Wer legt, wer schießt, wer spielt in der Mitte? Oft bleibt es dabei, dass nur die Positionen der Spieler aufgeteilt werden. Eine erfolgreiche Mannschaft kann sich aber viel, viel besser auf ein Spiel vorbereiten.

Je intensiver sich eine Mannschaft vor dem Spiel bespricht, desto schneller kehrt Ruhe ein. Wenn jeder weiß, was zu tun ist, nimmt die Hektik ab. Du wirst etwas entspannter, sobald jeder Spieler weiß, was von ihm erwartet wird,

  • Die Platzwahl

Vor der ersten Aufnahme ist zu entscheiden, wo man spielt und welche Mannschaft die Zielkugel legt. Es ist nützlich, einen Spieler zu bestimmen, der für die Auslosung zuständig ist, die meistens mit Münze oder Zielkugel entschieden wird.

Im Boulodrome gibt’s beim Terrain keine Auswahl, ein freies Gelände bietet schon mehr Auswahl. Die Mannschaft sollte festlegen, welches Terrain bevorzugt werden soll: Die einfach wirkenden Passagen oder ein Gelände mit Gefälle, Wurzeln und Steinen. 

  • Das Messgerät

„Artikel 26 – Messen der Punkte“ schreibt vor: „Die Messungen müssen mit geeigneten Messgeräten durchgeführt werden; jede Mannschaft muss im Besitz eines Messgerätes sein.“ Eine Equipe sollte deshalb vor dem Spiel festlegen, welcher Spieler für das Messen zuständig ist.

  • Der Punktezähler

Dieses Gerät ist nicht offiziell vorgeschrieben, aber sehr nützlich. Wie beim Maßband sollte der Spieler festgelegt werden, der mit dem Punktezähler den Spielstand aktualisiert.

  • Wer markiert den Wurfkreis?

Vor der Aufnahme gilt „Artikel 6 – Spielbeginn und Regeln zum Wurfkreis“. Dort steht: „In jedem Fall müssen die Wurfkreise vor dem Wurf der Zielkugel markiert werden“. Gleiches Vorgehen wie bei Maßband und Punktezähler.

  • Wer legt die Zielkugel vor?

Artikel 6 weiter: „Das Werfen der Zielkugel durch einen Spieler einer Mannschaft bedeutet nicht, dass dieser auch als Erster spielen muss.“ Eine Mannschaft kann also festlegen, wer die Zielkugel auswirft, und zwar in jeder Aufnahme. Soll auf die Wünsche des Legers eingegangen werden, oder auf die des Schießers? Alles Verhandlungssache, bringt aber Ruhe ins Spiel.

  • Soll jemand auf der optimalen Länge der Zielkugel stehen?

Es ist gängige Praxis, dass der Leger oder Schießer einen Mitspieler bittet, sich auf die gewünschte Position der Zielkugel zu stellen. Das vereinfacht die Eröffnung der Aufnahme, sollte aber abgesprochen und eingeübt werden.

  • Wer markiert die Sau?

Artikel 6 fordert auch: „Die Spieler müssen die Position der Zielkugel zu Beginn der Aufnahme und nach jeder Lageveränderung markieren.“ Wie sich eine Mannschaft einigt, siehe oben.

Diese Tipps klingen nicht spektakulär, klar. Aber alle zusammengenommen, bringen sie Ruhe in eine Mannschaft. Sie sorgen dafür, dass eine Equipe schneller ins Spiel findet. Man muss eben nur darüber reden.

 

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Neues Boulodrome in München

Das Boulodrome des TSV Neuhausen-Nymphenburg in München. Foto (1): Privat

Der TSV Neuhausen-Nymphenburg in München (gegr. 1894, ca. 1.700 Mitglieder) hat ein eigenes Boulodrome in Betrieb genommen. Es bietet bis zu vier Boule-Bahnen für maximal 24 Spieler. 

Zur Sportanlage des TSV gehören ein großer Parkplatz und der Park Club Nymphenburg, dessen Restaurant zum Verweilen einlädt.

Um Mitgliedern und Interessierten einen Einstieg ins Boule-Spiel zu ermöglichen, bietet der TSV auch Übungsstunden an. Unter der Leitung von Axel Gillmann vom Petanque Club Nymphenburg findet das Training am Montag und Dienstag statt. Das Boulodrome ist beleuchtet, sodass auch am Abend gespielt werden kann.

Weitere Infos:

www.tsvnn.de

axgillmann@online.de

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In Bayern ganz oben: Boule in Rehau

Der Maxplatz bildet das Zentrum von Rehau im Kreis Hof

Im oberfränkischen Rehau (9.500 Einwohner) haben wir dieses gelungene Boulodrome gefunden. Die Stadt im Landkreis Hof (Kennzeichen: REH) liegt am Rand des Fichtelgebirges und ist 3 km von Tschechien und 9 km vom Freistaat Sachsen entfernt.

Das Boulodrome von Rehau liegt am Freibad, wo es auch einen Imbiss und Toiletten gibt
2017 wurde das Boulodrome von Rehau gebaut.

Der öffentliche Boule-Platz liegt am Freibad und wurde 2017 von der Stadt Rehau gebaut. In der maximalen Belegung lassen sich zwei Trippletten mit insgesamt 12 Spielern gleichzeitig spielen. Das Boulodrome wird regelmäßig von der Deutsch-Französischen Gesellschaft des Ortes genutzt. (Ein Boulodrome ist ein abgegrenzter Boule-Platz, so wie hier in Rehau, im Gegensatz zum „Terrain Libre“ ohne feste Grenzen.)