Wie ein Petanque-Verein den Mitgliedern viel bieten kann, macht die 1. Münchner Kugelwurfunion (1. MKWU) vor:
Der Verein richtete Anfang März sein erstes Supermelee-Turnier aus.26 Teilnehmende kamen in den Hofgarten in München, darunter Lizenz-Spieler aus höheren Ligen und lizenzfreie Einsteiger.
In der Planung für die Saison sind regelmäßige Supermelee-Turniere am Freitag (18 Uhr) und Sonntag (14 Uhr). Im Vorjahr hatte es 39 Turniere dieses Formats gegeben.
Teilnehmen kann jeder, eine Mitgliedschaft in der 1. MKWU oder eine Lizenz ist nicht erforderlich. Mitglieder zahlen 2 Euro Startgebühr, externe Spieler 3 Euro. Zur Ausschüttung kommen 100 %.
Es liegt wohl in der Natur des Menschen, aus allem einen Wettkampf zu machen. Kein Wunder also: Auch beim Boule gibt es Turniere, in denen mehrere Mannschaften einen Sieger ausspielen.
Im Petanque findet man kleine Events wie die internen Vereinsturniere bis hin zur Mondial de Petanque in Marseille, mit über 4.000 Triplette-Mannschaften die größte Boule-Veranstaltung der Welt.
Ganz schön was los beim Finale des Hofgartenturniers in München
Der Ablauf ist meist ähnlich: Der Termin, Ort und Spielmodus werden veröffentlicht. Üblich sind Doublette-Turniere mit je zwei Spielern pro Team oder Triplette-Turniere mit je drei Spielern. Tete-Turniere mit einem Spieler sind eher selten und werden oft nur von Vereinen für die interne Rangliste ausgespielt.
Die Teams können sich verbindlich mit ihren Spielern anmelden (formee) oder werden am Spieltag auf dem Platz ausgelost (melee). Beim Supermelee wird sogar jede Runde erneut ausgelost, sodass jeder Teilnehmer mehrere Mitspieler erhält.
Turnier auf dem Boule-Platz von Kochel in Oberbayern
Für ganz kleine Turniere reicht ein A4-Blatt, um die Teilnehmer zu erfassen und die Begegnungen auszuwerten. Sind viele Teilnehmer am Start, geben die Veranstalter auch Startnummern aus und markieren ausreichend viele Spielbahnen.
Petanque-Turniere können für die Spieler kostenlos, aber auch mit einer Startgebühr stattfinden. Diese wird danach als Preisgeld ausgezahlt – entweder alles an den Gewinner oder auf die erfolgreichsten Teams verteilt.
Bevor es losgeht, werden die Partien und Spielbahnen ausgelost. Beispiel: „Team 4 spielt gegen Team 6 auf Bahn C“. Die Vorrunde besteht aus mehreren Partien. Wer mehr als ein Spiel gewinnt, kommt weiter. Wer aber mehr als ein Spiel verliert, fliegt raus.
Schlechtes Wetter, schwieriges Gelände. Boule-Turnier der Bezirksliga Südbayern
Sobald das Feld auf 16 oder 8 Mannschaften reduziert ist, geht’s im KO-Modus bis zum Finale. Das findet oft auf einem besonders markierten Feld statt, dem „Carré d’Honneurs“. Das Turnier endet mit der Siegerehrung und der Auszahlung der Preisgelder.
Eine Besonderheit vieler Petanque-Turniere ist der „Poule A/B“-Modus. Er beginnt mit einer Vorrunde (Poule). Danach spielen alle Siegerim A-Turnier weiter, ins B-Turnier kommen die Verlierer, ähnlich wie die Spiele um den 3. Platz im Fußball.
Oft liest man in einer Ausschreibung auch den Begriff „Schweizer System“. Dabei wird aus den eigenen Punkten und den Punkten der Gegner eine Rangliste gebildet, deren Nr. 1 auch der Sieger des Turniers ist.
Ein typisches Boule-Turnier könnte so ablaufen:
Anmeldung, Einschreibung, Zahlung der Startgebühr
Auslosung der Partien und Spielbahnen
Begrüßung durch die Turnierleitung, Bekanntgabe der Begegnungen