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Tagebuch Turniere

Großzügig gespendet

Dass Petanque auch einer guten Sache dienen kann, zeigt ein Benefiz-Turnier in Kochel am See in Oberbayern. Das Ergebnis: Über 40 Spielende nahmen teil, und sie spendeten über 1.200 Euro.

Der Erlös ging zu gleichen Teilen an den Kinder- und Jugend-Förderverein der Gemeinde Kochel am See und die Kinder des Blinden-Instituts München. Der bisherige Rekord-Erlös lag bei 2.600 €. Die Summe setzt sich aus Turnier-Erlösen und Spenden zusammen, auch von einem Spender aus der Region Ammersee, der zum vierten Mal in Folge 200 € gespendet hat.

Die Begrüßung und Turnier-Eröffnung übernahm Jens Müller, Bürgermeister von Kochel am See. Gespielt wurde im Modus Triplette Melee, für das Kinder des Blinden-Institutes München die Teams aus den Töpfen Leger, Schießer und Milieu sowie die Paarungen der ersten Runde auslosten. Neben dem Haupt-Turnier gab es auch einen Lege- und Schieß-Wettbewerb.

Initiator des vierten Benefiz-Turniers dieser Art ist Guido Kuhn, Integrations-Helfer im Blinden-Institut in München-Neuhausen. „Aus der Idee, spielerisch Gutes zu tun, fand 2022 das erste Boule-Benefiz-Turnier mit 36 Spielenden bei der Petanque Cooperative Sauerlach statt,“ erinnert sich Guido. „2024 kam es zu einer Rekord-Teilnahme mit 66 Spielenden beim SV Kochel am See.“

Die meisten Teilnehmer stammen aus der Region, aber auch aus Baden-Württemberg, Österreich und der Schweiz. Trotz sportlicher Konkurrenz stand für Guido Kuhn am Ende vor allem eines im Vordergrund: „Auf dem Sieger-Podest aller Benefiz-Turniere stehen nicht die Spielerinnen und Spieler, sondern wie immer die Kinder und Jugendlichen!“

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Boule spielen Turniere

Dein erstes Boule-Turnier

Es liegt wohl in der Natur des Menschen, aus allem einen Wettkampf zu machen. Kein Wunder also: Auch beim Boule gibt es Turniere, in denen mehrere Mannschaften einen Sieger ausspielen.

Im Petanque findet man kleine Events wie die internen Vereinsturniere bis hin zur Mondial de Petanque in Marseille, mit über 4.000 Triplette-Mannschaften die größte Boule-Veranstaltung der Welt.

Ganz schön was los beim Finale des Hofgartenturniers in München

Der Ablauf ist meist ähnlich: Der Termin, Ort und Spielmodus werden veröffentlicht. Üblich sind Doublette-Turniere mit je zwei Spielern pro Team oder Triplette-Turniere mit je drei Spielern. Tete-Turniere mit einem Spieler sind eher selten und werden oft nur von Vereinen für die interne Rangliste ausgespielt.

Die Teams können sich verbindlich mit ihren Spielern anmelden (formee) oder werden am Spieltag auf dem Platz ausgelost (melee). Beim Supermelee wird sogar jede Runde erneut ausgelost, sodass jeder Teilnehmer mehrere Mitspieler erhält.

Turnier auf dem Boule-Platz von Kochel in Oberbayern

Für ganz kleine Turniere reicht ein A4-Blatt, um die Teilnehmer zu erfassen und die Begegnungen auszuwerten. Sind viele Teilnehmer am Start, geben die Veranstalter auch Startnummern aus und markieren ausreichend viele Spielbahnen.

Petanque-Turniere können für die Spieler kostenlos, aber auch mit einer Startgebühr stattfinden. Diese wird danach als Preisgeld ausgezahlt – entweder alles an den Gewinner oder auf die erfolgreichsten Teams verteilt.

Bevor es losgeht, werden die Partien und Spielbahnen ausgelost. Beispiel: „Team 4 spielt gegen Team 6 auf Bahn C“. Die Vorrunde besteht aus mehreren Partien. Wer mehr als ein Spiel gewinnt, kommt weiter. Wer aber mehr als ein Spiel verliert, fliegt raus.

Schlechtes Wetter, schwieriges Gelände. Boule-Turnier der Bezirksliga Südbayern

Sobald das Feld auf 16 oder 8 Mannschaften reduziert ist, geht’s im KO-Modus bis zum Finale. Das findet oft auf einem besonders markierten Feld statt, dem „Carré d’Honneurs“. Das Turnier endet mit der Siegerehrung und der Auszahlung der Preisgelder.

Eine Besonderheit vieler Petanque-Turniere ist der „Poule A/B“-Modus. Er beginnt mit einer Vorrunde (Poule). Danach spielen alle Sieger  im A-Turnier weiter, ins B-Turnier kommen die Verlierer, ähnlich wie die Spiele um den 3. Platz im Fußball.

Oft liest man in einer Ausschreibung auch den Begriff „Schweizer System“. Dabei wird aus den eigenen Punkten und den Punkten der Gegner eine Rangliste gebildet, deren Nr. 1 auch der Sieger des Turniers ist.

Ein typisches Boule-Turnier könnte so ablaufen:

  • Anmeldung, Einschreibung, Zahlung der Startgebühr
  • Auslosung der Partien und Spielbahnen
  • Begrüßung durch die Turnierleitung, Bekanntgabe der Begegnungen
  • Start der Vorrunde
  • Ermittlung und Auslosung der Finalteilnehmer
  • Start der Finalrunden
  • Finale im Carré d’Honneurs
  • Siegerehrung und Verteilung der Preisgelder

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