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Boule-Plätze

Unterwegs: Boule beim SV Germering

Die Stadt Germering liegt 15 km westlich von München und ist mit über 40.000 Einwohnern der größte Ort im Landkreis Fürstenfeldbruck. Einer der größten Sportvereine der Stadt ist der SV Germering (SVG), er wurde 1968 gegründet und hat heute über 2.100 Mitglieder in 14 Sparten.

Seit 2020 hat der Sportverein Germering eine eigene Abteilung für Boule und Petanque. Auf dem ehemaligen dritten Tennisplatz ist ein Boulodrome mit zehn Spielbahnen entstanden, die sich für den Freizeit- wie auch den Ligabetrieb eignen.

Das Boulodrome ist in drei Bereiche mit unterschiedlichem Belag eingeteilt. Auf allen Bahnen empfiehlt sich ein Wurfstil mit hohem Bogen, härtere Kugeln sind zu empfehlen. Zu jeder Bahn gehört ein dauerhaft angebrachter und wetterfester Punktezähler.

Zehn Boule-Bahnen in drei Bereichen, jeder davon mit unterschiedlichem Belag

Das Boulodrome liegt auf dem Gelände des SVG und ist dadurch ein abgeschlossener und störungsfreier Bereich. Sonnenschirme und Stühle machen den Aufenthalt sehr angenehm. Wie es sich für einen Sportverein gehört, ist das Boule-Gelände des SVG rauchfrei.

Auf dem Gelände stehen den Spielern ein Sanitärbereich und ausreichend Parkplätze zur Verfügung, und für die Sportler gibt es ein Restaurant mit gemütlichem Biergarten. 

Aber auch sportlich tut sich was: Für die erste Spielsaison nach Gründung der Boule-Abteilung konnte der SVG bereits eine Mannschaft zum Ligabetrieb des Bayerischen Petanque Verbandes anmelden.

Michael Gallenberger (r.) leitet die Abteilung Boule und Petanque

Dazu Michael Gallenberger, Leiter der Boule-Abteilung des SVG: „Die Zukunft des Boule in Deutschland liegt in den Sportvereinen. Die können ein Umfeld bereitstellen, das den optimalen Spielbetrieb ermöglicht.“

So neu die Boule-Abteilung des SVG auch ist, gibt es in Germering eine längere Tradition: Schon seit 1986 wird in der oberbayerischen Stadt auch Boule gespielt. Neben der Stadthalle im Herzen des Ortes treffen sich die Spieler des 1. Boule-Club Germering, der Spielbetrieb findet vor allem am Wochenende statt. (Quelle: www.boule-in-germering.de)

Weitere Infos: https://www.sv-germering.de

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Boule-Kugeln

Boule-Kugeln: KTK geht, ODK kommt

Das letzte Sortiment eines jungen Herstellers. Foto (1): KTK Petanque

Die „Große Sonne“ ist untergegangen. Die Top-Kugel des französischen Hersteller KTK, die „Grande Soleil“ aus Edelstahl, und die übrigen Modelle sind nicht mehr erhältlich – oder nur in ganz wenigen Größen.

KTK wurde 2008 von Vartan Barberian, der auch schon an MS Petanque beteiligt war, und Francois Xavier Mora ins Leben gerufen. Die Boule-Kugeln der Marke hatten von Anfang ein cooles Design und übten eine hohe Anziehungskraft auf Spieler mit Sinn für Besonderes aus.

Zunächst wurden die Boule-Kugeln von KTK in Thailand hergestellt. Nachdem die Qualität nicht wirklich stimmte, gab das Unternehmen 2013 die Herstellung an MS Pétanque. Durch das Sponsoring von Top-Spielern wie Dylan Rocher oder Henry Lacroix ging es mit der Marke so steil aufwärts, dass man 2015 und 2016 der hohen Nachfrage nicht mehr nachkam. 

Die Folge: Die Produktion wurde wieder nach Thailand ausgelagert. Das Ergebnis: Siehe oben. Seit Anfang 2021 ruht die Produktion der KTK-Kugeln nun für immer.

 

Neue Boule-Kugeln aus Marseille

Ende Mai 2021 kommt eine neue Boule-Kugel auf den Markt: „Oddeka“ – kurz „ODK“ – ist eine neue Marke aus Marseille, wo der Initiator einen florierenden Boule-Laden betreibt.

Petanque-Fachggeschäft in Marseille. Foto (1): Petanque Longue

Die Turnierkugeln von ODK gibt’s in Edelstahl oder Carbon. Alle haben eine Härte von 110, sie sind damit superweich und vor allem für Schießer, steinige Böden oder hohe Portees geeignet.

Laut Hersteller werden alle ODK-Kugeln in Frankreich hergestellt. Wie die Karbon-Kugeln sind auch die Inox-Kugeln mit einem schwarzen Schutzlack überzogen, der jedoch durch Einweichen in Cola oder Essig entfernt werden kann.

Am 3. Oktober 2020 wurde Oddeka ins Handelsregister von Marseille eingetragen, als Unternehmenszweck sind Produktion und Vertrieb von Boule-Kugeln genannt. Geschäftsführer ist Julian Gilbert aus Marseille, der im Norden der Stadt das Fachgeschäft „Pétanque Longue“ betreibt. 

Weitere Infos: https://www.petanque-web.com/

https://petanque-longue.fr

 

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Boule-Regeln

Praktisch, vielseitig, immer dabei: Das Boule-Tuch

Der Boule-Lappen – fast so wichtig wie die Kugeln und das Maßband

Mein Boule-Tuch, was soll daran interessant sein? Das hat man dabei, fertig. Über meinen Lappen denke ich doch nicht nach. Alles richtig, lies aber trotzdem weiter.

Boule-Spielende brauchen auf dem Platz drei Dinge:

  • Kugeln
  • Maßband
  • Boule-Tuch

Auf einen Punktezähler oder Kugelmagnet kannst du verzichten, aber soo ganz unwichtig ist ein Boule-Tuch nicht. Sogar die offiziellen Petanque-Regeln verlangen indirekt die Verwendung eines Tuches:

„Artikel 16 ● Das Werfen der Kugeln

(…) Bevor ein Spieler spielt, muss er seine Kugel von allen ihr anhaftenden Fremdkörpern und Schmutzspuren reinigen, andernfalls treten die in Artikel 35 vorgesehenen Maßnahmen in Kraft.“

Mit anderen Worten: Wenn du mit einer dreckigen Kugel spielst, droht dir eine Gelbe Karte!

Im gleichen „Artikel 16 ● Das Werfen der Kugeln“ hieß es bis zum Februar 2021: „Es ist verboten, die Kugeln oder die Zielkugel anzufeuchten.“ Im aktualisierten Reglement ist dieser Satz gestrichen, du darfst jetzt deine Kugeln folgenlos anfeuchten, am besten mit Hilfe eines Lappens. 

Aber saubere Kugeln sind nicht alles, wozu du ein Boule-Tuch brauchst. Du solltest eines haben, wenn

  • im Sommer deine Handflächen schwitzen
  • deine Kugeln im Winter sehr kalt werden
  • du dich irgendwo hinsetzen möchtest
  • du etwas verschüttet hast
  • du deinem Spielpartner einen Wurfpunkt anzeigen willst

Dein Boule-Tuch kann so groß wie ein Brillenputztuch oder ein Badelaken sein, auch das Material kannst du wählen:

  • Ein Tuch aus Baumwolle nimmt sehr viel Wasser auf. Durch eine Waffelstruktur wird die Oberfläche  noch größer und die Saugkapazität weiter erhöht
  • Ein Ledertuch ist auch sehr saugfähig. Allerdings ist Leder relativ teuer und kann mit der Zeit hart werden. Vielleicht sieht man deshalb nur selten ein Fensterleder auf dem Boule-Platz
  • Lappen aus Mikrofaser gibt es als Flor- (veloursartig) oder Schlingenware. Durch die Beigabe von PVA (Polyvinylalkohol) wird das Tuch sehr saugfähig. Im trockenen Zustand ist es relativ hart, wird durch Feuchtigkeit aber weich und griffig. Andere Mikrofasertücher sind mit PUR (Polyurethan) beschichtet und haben dadurch eine glatte Oberfläche.
Auch die rostfreien Knox-Boule-Kugeln aus Edelstahl sollten gereinigt werden

Wenn du deine Boule-Kugeln pflegen möchtest:

  • Ein Reinigungsschwamm besteht aus einer weichen Seite für leichten und einer angerauten Seite zum Entfernen von hartnäckigem Schmutz
  • Topfreiniger aus Kupfer sind weicher als Stahl. Du kannst damit deine Boule-Kugeln reinigen, ohne sie zu zerkratzen
  • Topfkratzer aus Edelstahl eignen sich nur zum Reinigen unempfindlicher Oberflächen, durch die raue Oberfläche entfernen sie aber auch sehr hartnäckige Verschmutzungen.

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Boule-Plätze München

Boule am Sugar Mountain in München

Auf einem ehemaligen Betonwerk in München wird bald Petanque gespielt

Vom Industrie-Standort zum Wohngebiet: Kein Stadtteil in München verändert sich so stark wie Obersendling. Verschwunden sind Siemens, E.on oder Philip Morris, gekommen sind Wohnungen und Parks.

Jetzt wird eine weitere Gewerbe-Brache zum Freizeit- und Kunstareal, wenn auch nur auf Zeit. Das ehemalige Betonwerk Katzenberger erstreckt sich über 7.500 qm Außenfläche und 2.000 qm überbaute Innenräume in Obersendling. Die Fläche eignet sich für Veranstaltungen bis 5.000 Personen, im Mai 2021 soll’s losgehen. Geplant sind Ecken für Kunst und Sport, für Kultur oder einfach zum Verweilen.

Sugar Mountain heißt die Zwischennutzung eines Betonwerks in München 

Think big, das gilt auch für die Details. Allein das Tor des Betonwerks ist fast 15 m hoch. In die Halle könnten Bühnen und Bars einziehen, auf das Gelände passen Skater-Bahnen, Tischtennis-Platten, Felder für den Ballsport und Wände für Graffiti-Sprayer. Der Betonbau der alten Halle soll als raue Kulisse erhalten bleiben.

Auch an die Boule-Spielenden aus München wurde gedacht. „Wir würden hier sehr gerne eine Boule-Bahn integrieren“, erläuterte Marianne de Negri, Head of Events & Operations bei Sugar Mountain. „Alle unsere Flächen werden zurzeit von fachkundigen Sportlern gebaut.“ Kies für den Boden der Boule-Bahnen dürfte noch reichlich vorhanden sein, aber: „Der Boden darf natürlich nicht zu weich und zu hart sein“, so Marianne de Negri. „Am Ende soll jedenfalls alles gut funktionieren und Spaß machen“.

 

Ein riesiges Neubau-Projekt

An das Betonwerk Katzenberger grenzt ein ehemaliges Siemens-Gelände mit mehreren Bürogebäuden, zusammen mit der Fabrikfläche viel Raum für ein neues Stadtquartier. Zwischen Boschetsrieder und Machtlfinger Straße kommen so 5 Hektar für 200 neue Wohnungen, Büros, Hotels und eine Markthalle zusammen, alle bequem zu erreichen von den U3-Bahnhöfen Aidenbachstraße und Machtlfinger Straße.

Früher ein Betonwerk, in Kürze ein Boule-Platz in München

An das Areal schließt das ehemalige Eon-Gelände an, auf dem seit 2015 das neue Quartier „Am Südpark“ für rund 2.500 Bewohner und 400 Arbeitsplätze errichtet wurde.

Die Projekte der Macher des Sugar Mountain

Hinter Sugar Mountain stehen drei bekannte Macher der Kultur- und Event-Szene in München: Michi Kern, Lissie Kieser und Gregor Wöltje. Erfahrung in der Zwischennutzung von Gewerbeflächen sammelten sie bereits mit einem Pop-up-Hotel und mehreren öffentlichen Räumen für Kunst und Kultur.

Was Sugar Mountain für die Boule-Spielenden in München bringt, erläutert Initiator Gregor Wöltje: „Sugar Mountain steht für das Zusammenbringen von Gegensätzen. Man kann eben nicht nur im vornehmen Hofgarten oder im weitläufigen Englischen Garten Boule spielen, sondern auch in der rohen Industrie-Atmosphäre eines Betonwerks.“

Weitere Infos: https://thisisreallyhappening.cargo.site/Sugar-Mountain

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Training

Mit Gymnastik fit fürs Boule

Körperliche Fitness geht uns alle an, den ehrgeizigen Kaderspieler wie auch ältere Spielende, die nicht einrosten möchten. Im Boule bedeutet Fitness aber nicht so sehr die rohe Kraft, vielmehr geht es um Beweglichkeit, Ausdauer, Koordination und Konzentration.

Genau hier setzt die „BouLastik“ an. Es ist nicht schwer, die Bedeutung des Wortes zu erraten: Es setzt sich aus Boule und Gymnastik zusammen. Hinter dem Projekt stehen der Boule- und Petanque-Verband NRW und der Deutsche Petanque Verband, umgesetzt wurde es von den Trainern Norbert Koch und Michael Weise mit ihrem Team Tanja und Wolfgang Dietrich und Alexis Jeremias.

Das Projektteam hat 18 gymnastische Übungen zusammengestellt, die für Boule und Pétanque besonders nützlich sein können. Die Übungen setzen keine Hilfsmittel wie eine Matte oder einen Ball voraus, sondern lassen sich einfach so im Alltag umsetzen.

Zur Erinnerung lassen sich die Postkarten mit den Übungen in der Wohnung aushängen. (Die Universalklemmen sind nicht im Lieferumfang enthalten.)

Damit man die Gymnastik nicht vergisst, gibt es 18 Postkarten mit den Namen der Übungen. Die kann man in der Wohnung aushängen, um sich bildlich an die Übung zu erinnern. Man kann die Postkarten bei www.boule-praxis.de gegen eine Schutzgebühr bestellen, aber auch kostenlos als PDF-Datei herunterladen und drucken.

Alle Übungen gibt es auch als Video, die ebenfalls kostenlos angeschaut werden können. Was für den Idealismus der Verantwortlichen spricht, die sich keinen kommerziellen Zwängen unterordnen möchten.

„Bewegt bleiben und dabei sinnvoll fürs Boulespiel trainieren in dieser bewegungsarmen Zeit, das kann man mit diesen Ideen. Wichtig ist, Bewegung in den Alltag zu integrieren. Dazu laden die Übungen ein“, sagt uns dazu Norbert Koch vom BouLastik-Team.

Von Norbert und Michael stammt auch der A4-Boulepraxis-Ordner mit 78 laminierten Übungskarten. Man kann die Seiten zum gezielten Training entnehmen – denn sie sind robust genug für die Arbeit im Freien. Zum Ordner gibt es eine 28-seitige Begleitbroschüre mit zusätzlichen Praxishilfen. Die Seiten sind kopierbar und lassen sich mit den eigenen Ergebnissen ausfüllen.

Der Boule-Praxisleitfaden wird im Online-Shop des DPV angeboten. Ab Ende April ist dort auch das BouLastik-Set erhältlich.

Weitere Infos: https://www.boule-praxis.de

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Boule spielen

Auch Erdmännchen spielen gerne Boule


Unser Leser Wolfgang M. aus München (Name und Person sind bekannt) hat uns auf seinen Youtube-Kanal hingewiesen, auf dem man auch eine typische Boule-Szene findet. Sie ist vollständig am Rechner entstanden.

Wer schon einmal im Hofgarten in München Boule gespielt hat, erkennt in dem Clip sofort die typischen Arkadengänge, ungefähr dort, wo Charles Schumann seine Bar hat. Auch den Sound eines Eisentreffers hat Wolfgang im Hofgarten aufgenommen, in dem Clip gelingt damit ein fetter „Schuss-für-Drei“.

Und so entstand der Clip, wie Wolfgang erklärt: „Mit der 3D-Grafiksuite „Blender“ arbeitet man an so einer Szene schon einige Tage bis Wochen. Zuerst muss man die Figuren erstellen. Man setzt einzelne Punkte in den virtuellen 3D-Raum, die dann zu Flächen verbunden werden. Das sind die sichtbaren Oberflächen, im Grunde nichts anderes als bespannte Gitternetze. So kann man sich praktisch alles selbst erstellen, was man gerne hätte. Eine völlig neue Welt tut sich auf, und solche Clips kommen dann dabei raus.“

Weitere Infos:
https://www.youtube.com/user/wommuc
https://www.instagram.com/wommuc/

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Boule-Regeln

Regelkunde: Kleiner Fehler, große Wirkung

Das sieht man jeden Tag: Eine Mannschaft wirft die Zielkugel, die Sau. Manchmal landet sie zu lang oder zu kurz, vielleicht auch zu nah an einem Hindernis. Also wird die Lage der Sau korrigiert: Ein kurzer Kick, oder eine/r wirft sie ein Stück weiter.

Finde den Fehler!

Schauen wir uns einmal „Artikel 6 – Spielbeginn“ der aktuellen Petanque-Regeln an.

„Die Mannschaft, die das Recht hat, die Zielkugel zu werfen, hat nur einen Versuch, die Zielkugel gültig zu platzieren. Ist dieser Versuch nicht gültig, wird die Zielkugel dem Gegner ausgehändigt, der sie auf eine gültige Position der zugewiesenen Bahn legen muss.“

Verstanden? Ihr müsst die Sau der anderen Mannschaft aushändigen, in die Hand geben! Und ein Spieler der anderen Mannschaft muss die Sau an eine gültige Stelle legen, aber nicht werfen oder kicken!

Doch jetzt kommt’s

„Ist die Zielkugel durch das gegnerische Team nicht gültig platziert, zieht sich der Spieler, der die Zielkugel platziert hat, eine Maßnahme nach Artikel 35 zu.“

Was bedeutet das? Im „Artikel 35 – Spielsanktionen“ drohen 

  • Verwarnung des schuldigen Spielers durch eine „Gelbe Karte“
  • Annullierung der gespielten oder zu spielenden Kugel durch die „Orange Karte“
  • Ausschluss des schuldigen Spielers durch die „Rote Karte“
  • Disqualifikation der schuldigen Mannschaft
  • Disqualifikation beider Mannschaften im Falle heimlicher Absprache

Ganz schön heftig, was so ein kleiner Regelverstoß mit der Sau nach sich ziehen kann.

Der Hintergrund: Am 10. Februar 2021 hat das Präsidium des Deutschen Petanque Verbandes ein aktualisiertes Reglement genehmigt. Es enthält auch andere Neuerungen wie

  • Markieren der Zielkugel (Artikel 6)
  • Die Zielkugel ist 50 cm von einem Hindernis gültig (Artikel 7)
  • Verbot von Probewürfen während des Spiels (Artikel 18)

Kleine Anregung: Sieh dir das neue Reglement auf der Homepage des DPV an. Vielleicht findest du noch mehr Überraschungen.

Weitere Infos: https://deutscher-petanque-verband.de/wp-content/uploads/2021/03/Reglement_2021_0321.pdf

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Boule spielen Boule-Kugeln Training

So nützlich sind 6 Boule-Kugeln

Mit sechs Kugeln kannst du viel anstellen. Hier zwei Sätze der Obut Match Plus

Du siehst sie fast auf jedem Platz: Spieler mit Koffern und großen Taschen, in denen sie sechs Kugeln mitschleppen. Spielt man damit besser? Wohl kaum – oder doch? 

Wenn du mit sechs Kugeln zum Boule-Platz gehst, gibt’s mehrere Kombinationen:

  • Gleiche Kugeln
  • Leger- und Schießer-Kugeln
  • Unterschiedliches Aussehen

Und das kannst du mit diesen sechs Kugeln anstellen:

 

  • Leger oder Schießer

Du kommst zum Platz, aber du weißt noch nicht, ob du heute legen oder schießen willst. Sehr schön, wenn du einen Satz Kugeln für beides dabei hast.

 

  • Spannende Dreier

Es kann passieren, dass gerade zwei Spieler frei sind. Mit sechs Kugeln kannst du gegen die beiden anderen antreten, die jeweils drei Kugeln nehmen. Das sind 6 gegen 6 Kugeln – genau wie im Doublette oder Triplette.

 

  • Für jedes Gelände

Es hängt vom Gelände ab, welche Kugeln sich besser spielen. Sogar der gleiche Platz kann sich verändern: Knochentrocken im Hochsommer, aber schlammig nach einem Regen. Dann gilt: Weicher Boden – harte Kugel. Harter Boden – weiche Kugel. Das empfiehlt auch Daniel Dias in seinem Bestseller „100 Tipps, die dein Spiel verbessern“. Mit zwei Satz Boule-Kugeln bist du für jeden Boden gerüstet.

 

  • Allein trainieren

Wenn du wirklich weiterkommen willst, solltest du gelegentlich alleine trainieren. Mit sechs Kugel hast du deutlich mehr Stahl in der Luft, als würdest du in einer Triplette mitspielen. Der Trainings-Effekt ist deutlich höher.

 

  • Besser unterscheidbar

Oft können Boule-Spieler ihre Kugeln nur schwer unterscheiden, denn irgendwie sehen alle gleich aus. Jetzt ist es hilfreich, wenn ein Satz deiner Kugeln anders aussieht, vielleicht eine Karbonkugel mit viel Rost, mit dem schwarzen Schutzlack oder einer ausgefallenen Riffelung.

 

  • Seid nett zueinander!

Es passiert immer wieder, dass ein Bekannter ohne Kugeln zum Boule-Platz kommt. Wenn du deinen zweiten Satz Kugeln ausleihen kannst, machst du einem anderen Menschen eine Freude. Schönes Spiel!

 

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Boule spielen

Neues Abzeichen für Lizenzspieler

Das neue Petanque-Leistungsabzeichen. Foto (1): DPV

Der Deutsche Petanque-Verband hat eine weitere Leistungsprüfung eingeführt: Das Pétanque-Leistungsabzeichen (PLA). Es setzt deutlich mehr Können als das Boule-Sportabzeichen (BSA) voraus, das Ende 2020 erstmals abgenommen wurde. Zudem müssen  die Spieler/innen die Lizenz eines Pétanque-Vereins besitzen.

Für das PLA sind je vier Lege- und Schießübungen zu absolvieren, die auch in der Spielpraxis ständig auftreten. Dabei sind Punkte zu erspielen, für die das PLA in Bronze, Silber oder Gold verliehen wird.

Die vier Legeprüfungen

  • Vorbeilegen. Eine vor dem Zielkreis liegende Gegnerkugel darf nicht berührt werden
  • Spielkugel vor die Gegnerkugel legen
  • Portée über eine Barriere. Die Spielkugel wird mit einem hohen Wurf über die Kugelbarriere in den Zielkreis gelegt
  • Kugel vorspielen. Mit der Spielkugel wird eine vor dem Zielkreis liegende Treffkugel in den Zielkreis vorgespielt (gedrückt)

Die vier Schießprüfungen

  • Im/am Zielkreis liegen drei eigene Kugeln. Den Punkt hat die Gegnerkugel. Durch Schießen der Gegnerkugel sollen maximale Spielpunkte erzielt werden.
  • Hintere Gegnerkugel schießen. Die hintere Treffkugel wird aus dem Zielkreis geschossen.
  • Zielkugel schießen. Das Cochonnet wird aus dem Zielkreis geschossen.
  • Gegnerkugel schießen. Eine im Zielkreis liegende Treffkugel wird aus dem Zielkreis geschossen.

Gespielt wird aus zwei Entfernungen, und der Zielkreis hat zwei Wertungsbereiche. Wer die Punktezahl für das PLA nicht erreicht, darf die Schieß- oder Legeprüfung einmal im gleichen Jahr wiederholen. Das PLA wird als Teilleistung für das Deutsche Sportabzeichen anerkannt.

Das PLA wird bei einem Mitgliedsverein des DPV abgenommen. Der Verein schickt die Prüfkarten an den DPV, dafür kommen die Anstecker und Urkunden per Post an den Verein. Wer Prüfer für das PLA werden möchte, muss eine Trainerlizenz besitzen oder zugelassener Schiedsrichter sein. Für die Prüfung zum Prüfer ist ein Online-Test mit 100 % zu bestehen.

Weitere Infos: www.deutscher-petanque-verband.de

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Boule spielen München Turniere

Vereinsturnier auch bei Corona

Axel Gillmann, Präsident des Petanque-Club Nymphenburg. Foto (1): Privat

Mit einer Tete-Challenge richtet ein Petanque Club aus München ein spannendes Turnier aus, bleibt damit aber im Rahmen der Corona-Auflagen.

Die Lage im April 2021: Der Boule-Sport leidet unter den aktuellen Kontakt-Beschränkungen. Im Freistaat Bayern, der die bundesweit strengsten Regeln haben dürfte, sind Sport und Bewegung an der frischen Luft ein ausreichend triftiger Grund, die Wohnung zu verlassen. Bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 sind auch Treffen des eigenen Hausstandes mit einer weiteren Person erlaubt, so die Bayerische Infektions-Schutz-Maßnahmen-Verordnung.

Das bedeutet: Ein Doublette- oder Triplette-Spiel ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld belegt werden kann. Aber: „Eine Tete-Begegnung von nur zwei Boule-Spielenden liegt im zulässigen Rahmen der Verordnung“, erläutert Axel Gillmann, Präsident des Petanque Club Nymphenburg aus München.

Vor diesem Hintergrund hat der PC Nymphenburg eine interne Tete-Meisterschaft ins Leben gerufen. Der Ablauf ist simpel: Je zwei Mitglieder verabreden sich zu einem Tete-Spiel, der Boule-Platz und das Datum dürfen frei gewählt werden. Dann heißt es „Schönes Spiel“. Der Verein sammelt die Ergebnisse und führt sie zur Rangliste der Teilnehmer zusammen.

Aber, so könnte eine/r jetzt meinen, so viele Kontakte widersprechen doch dem Ziel der Beschränkung. Der Wettbewerb ist daher über mehrere Monate hinweg angesetzt. Die Mitglieder haben bis zum Stichtag ausreichend Zeit, ihre Tete-Spiele zu verteilen.

So ganz neu ist der Wunsch nicht, in Corona-Zeiten einen gesetzeskonformen Petanque-Wettbewerb auszutragen. Schon 2020 veranstaltete Petanque Aktuell ein kontaktfreies Corona-Shooting. Am größten Schieß-Wettbewerb dieser Art beteiligten sich über 200 Spielende. Alle Schüsse wurden live dokumentiert und von Petanque Aktuell gesammelt und ausgewertet. Die Organisatoren zeichnete der Deutsche Petanque Verband mit einer Ehrenurkunde aus.

Weitere Infos: www.pc-ny.de

 

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