Boule Bleue aus Marseille hat eine neue Turnier-Kugel herausgebracht: Die „Super Carbone 125“. Der Name ähnelt der ebenfalls neuen „Superinox“ des Marktführers Obut, aber wichtig ist das nicht.
Laut Hersteller ist die Super Carbone 125 im Innenbereich hart und außen weich. Sie verspricht damit einen soliden Rebound-Effekt, schönen Geradeaus-Lauf und lange Haltbarkeit. Die Kugeln sind aus Karbonstahl und werden mit einer schwarzen Legierung zum Schutz der Oberfläche ausgeliefert, diese spielt sich aber mit der Zeit ab.
Die neue Karbon-Kugel von Boule Bleue ist mit Durchmessern von 71 mm bis 78 mm und 80 mm erhältlich. Beim Gewicht werden 650 g bis 800 g in Schritten von 5 g angeboten. Mit einer von Härte 125 kg/qmm hat sie die mittlere Härte einer Universalkugel für Leger und Mittelspieler.
Boule Bleue empfiehlt die neue Kugel jedoch dem Milieu oder Schießer. Unser Gefühl sagt uns aber, dass Schießer lieber bei einer Härte von 110 oder maximal 115 bleiben.
Wie gewohnt, sind die neuen Kugeln mit den mehr als 40 Mustern von Boule Bleue erhältlich. Das ist sehr praktisch, wenn man die eigenen Kugeln auf dem Platz schnell von anderen unterscheiden möchte. Fraglich bleibt, ob richtige Schießer darauf Wert legen. Die Vollblut-Schießer, die wir kennen, bevorzugen ungemusterte Kugeln. Aber für sie hat Boule Bleue traditionell die Riffelung „0“ im Angebot.
Die Super Carbone 125 lässt sich mit maximal 15 Zeichen gravieren. Die Lieferzeit beträgt anfangs noch bis 4 Wochen, der Preis beträgt 170 Euro.
Diese Infos haben wir von Bouli erhalten, dem Fachhänder aus dem badischen Ötisheim. Seit Ende 2022 ist Bouli der neue Generalimporteur von Boule Bleue in Deutschland. Zuvor hatte Jürgen Albers aus Darmstadt den Vertrieb inne. Ende 2022 ging „Joppo“ in den Ruhestand, und Bouli übernahm von ihm den Warenbestand sowie die Homepage „www.boule.de„.
Weitere Infos: www.bouli.de










Boule-Kugeln hat man nie genug. Oder: Drei Kugeln reichen fürs Leben. Wer hat nun recht? Wir haben uns unter Boule-Spielern umgehört, wie sie es halten.
Hubsi, 28: „Ich bin Schießer, bei mir muss es knallen. Meine Kugeln halten nicht besonders lange, denen sieht man den Stress schon bald an. Pro Jahr gönne ich mir einen Satz ganz weiche Kugeln, am besten 110. Wenn die durch sind, kommen die nächsten. Dass ich die alten Kugeln verkaufe oder verschenke, lohnt sich nicht mehr.“
Katja, 56: „Ich kann mit Begriffen wie Stahlhärte oder Schießerkugel nichts anfangen. Ich spiele mit der Obut Match, der Evergreen aller Boule-Kugeln. Vielleicht kaufe ich neue Kugeln, wenn man die Gravuren der alten nicht mehr lesen kann. Aber das dauert bestimmt noch eine Weile.“
Wie man mit politisch korrekter Sprache ein Druckwerk verschlechtern kann, zeigt das offizielle Regelheft des Deutschen Petanque Verbandes (DPV), im Foto links. Es gilt seit Februar 2021 und ersetzt den Vorgänger von 2017.